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Starker Rücken, freie Bewegung, jeden Tag.

Eine Kolumne von Jörn Röttger

Meldung

Improve your coordination skills while challenging your balance and stability with these four physical

Gabriela Van Sickle in „Fit&Well“ zusammenfasst.

Jörn Röttger, Physiotherapeut und Experte für evidenzbasierte Praxis·aktualisiert 10. September 2026

Improve your coordination skills while challenging your balance and stability with these four physical

Koordination ist kein Hexenwerk – sie ist trainierbar. Das zeigt ein aktueller Überblick, den die Physiotherapeutin Dr. Gabriela Van Sickle in „Fit&Well“ zusammenfasst. Demnach lassen sich mit vier gezielten Übungen sowohl die Gehirn-Körper-Verbindung stärken als auch Gleichgewicht und Stabilität herausfordern – eine Kombination, die im Praxisalltag oft entscheidend ist, um Stürze zu vermeiden und die Alltagsbeweglichkeit zu sichern. (Anm. d. Red.: Basierend auf Angaben in „Fit&Well“ und „Prevention“)

Der Praxistest: Vier Übungen für mehr Alltagssicherheit

Der Kern des Berichts sind vier konkrete Übungen, die laut der Quelle den gesamten Bewegungsapparat und das Nervensystem fordern. Entscheidend ist die Umsetzung: Statt monotoner Wiederholungen geht es um die gezielte Ansteuerung. „Bärenkriechen“ etwa trainiert kreuzweise Bewegungsmuster und verbessert so die Koordination zwischen rechtem Arm und linkem Bein – ein fundamentales Muster für das Gehen. Die „Uhrzeiger-Übung“ auf einem Bein kombiniert Balance mit einer Rumpfdrehung und fordert, die Körpermitte zu stabilisieren, während die Extremitäten arbeiten. Die „High-Knees mit Gegenarm“ imitieren das natürliche Bewegungsmuster beim Laufen und schulen die intermuskuläre Koordination. Der Clou: Jede Übung lässt sich in der Intensität steigern – durch mehr Wiederholungen, längere Haltezeiten oder eine komplexere Ausführung.

Mehr als nur Koordination: Der Zusammenhang mit Schmerzen

Interessant für unsere Leser ist die Verknüpfung mit einem häufigen Praxisproblem: Schmerzen. Ein paralleler Bericht in „Prevention“ beleuchtet, was bei Ischiasbeschwerden wirklich hilft. Demnach verbessern schon einfache Maßnahmen wie Stretching, Kühlung oder rezeptfreie Medikamente die Beschwerden oft deutlich. Physiotherapeuten betonen dort, dass eine gezielte Mobilisation und Kräftigung – wie sie die vier Koordinationsübungen implizit auch fördern – eine tragende Säule der konservativen Therapie ist. Der Fokus liegt klar auf aktiver Mitarbeit statt passiver Behandlung.

Unser Fazit für die Praxis

Für uns Therapeuten sind solche Zusammenhänge Brot und Butter. Der neue Bericht bestätigt im Grunde das, was wir täglich sehen: Koordination und Stabilität sind kein Selbstzweck, sondern die Basis für schmerzfreie Bewegung. Die vorgestellten Übungen sind einfach, benötigen keine Geräte und lassen sich direkt in ein Heimprogramm integrieren. Wer seinen Patienten – oder sich selbst – eine evidenzbasierte, praktische Aufgabe mitgeben will, findet hier einen guten Startpunkt. Die Aufforderung lautet also nicht „Lesen“, sondern „Machen“.